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Studienprojekt


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Wettbewerbe und Abschlussarbeiten


Out of Order – Störung als Prinzip

Tagung

Die 2. Modetagung der HfK Bremen mit einer begleitenden Ausstellung der skandinavischen Designer und Künstler Henrik Vibskov & Andreas Emenius im Wilhelm Wagenfeldhaus

Bremen, 22.01.2010–24.01.2010
Wintersemester 2009/2010

Mode, die aus der Ordnung fällt, folgt zunächst keinen erkennbaren Gesetzen. Und doch scheint Störung in der Mode seit jeher Prinzip zu sein. Aber sind Störungen deshalb prognostizier- und steuerbar? Mode ist immer Out of Order. Modedesigner wie auch Modefotografen und -Performer wollen seit jeher Störungen in der Wahrnehmung und im Produktionsprozess auslösen. Dabei kann der so genannte „schlechte Geschmack“ glamourös und zum Modemacher wer-den, während die Aussetzung der Kleidercodizes zum Modelabel gerät. Das Vorübergehende, das die gültige Ordnung Durchkreuzende, wird dabei verbindlich. Die Abweichung wird zur Norm.

Vorträge

Siehe auch Publikation „Fashion – Out of Order – Disruption as a Principle"
Systematisches zur Mode
Barbara Vinken, Autorin und Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Universität München
Mode und Zeit — Unmögliche Gegenwart als Prinzip
Annette Geiger, Professorin für Designtheorie an der Hochschule für Künste Bremen
Restriktion — Distinktion — Inspiration. Bewegungsradien in der Kleidermode
Gundula Wolter, Autorin und Expertin für die Kulturgeschichte der Mode aus Berlin
Refashioning Wearable Technology
Bare Conductive LTD. – Isabel Lizardi, Matt Johnson, Designergruppe aus London
Beauty — An Ugly Word?
Elisabeth Lebovici, Autorin, Kritikerin und Kuratorin aus Paris
Celebrity Culture and the Fashion System
Pamela Church Gibson, Reader in Cultural and Historical Studies London College of Fashion, University of the Arts, London
Arbeiten und Projekte
Honey Suckle Company, Künstlergruppe aus Berlin
Verstrickt und Zugenäht? Handarbeitszirkel als ästhetische, politische und strategische Figur
Verena Kuni, Professorin für Visuelle Kultur an der Universität Frankfurt
The Circular Series
Andreas Emenius und Henrik Vibskov, Designer und Künstler aus Kopenhagen
All‘s in Order: „Out of Order“ fashion‘s inability to divest of power
Terre Thaemlitz, Performer, Multimedia Produzent, DJ Sprinkles, Theoretiker und Besitzer des Labels Comatonse Recordings
Khaki — Mode und Schicksal. Ein Beitrag zur Farbenlehre
Harry Walter, Künstler, Philosoph und Autor, Dozent an der ETH Zürich
About My Work!
Oliver Sieber, Fotograf aus Düsseldorf
Battlefield Chic
Thomas Oláh, freier Kostüm- und Bühnenbildner, Univ.Lektor Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Kunstwissenschaften

Leitung

Dorothea Mink, Prof. Modedesign, experimenteller Entwurf
Dr. Andrea Sick, Prof. Kultur- und Medientheorie/Geschichte

Teilnehmer

15 internationale Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichen Disziplinen
Studierende der Diplom- und Bachelorstudiengänge Integriertes Design, Digitale Medien und Freie Kunst

Foto

Rachel Pasztor


FASHION – OUT OF ORDER – DISRUPTION AS A PRINCIPLE

Publikation

Die englisch sprachige Publikation der
Modetagung & Ausstellung aus dem Jahr 2010

Sommersemester 2011

Die Publikation widmet sich der konstruktiven Seite der Modeentwicklung und untersucht den Störvorgang als entscheidende Stimulation zu allem Neuen.
Mode muss fast zwangsläufig „out of order“ sein, um durch Störungen des Gewohnten Anziehungskraft zu entfalten und Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Mechanismen haben eine Publikation inspiriert, die sich über alle Schranken der Kategorisierung hinwegsetzt. Die im Grenzbereich zwischen Kunst und Mode, in Wissenschaft, Theorie und Technologie angesiedelten Beiträge demonstrieren das Streben nach dem zuvor nie Dagewesenen und zu der Durchkreuzung vorgegebener Ordnungen.
184 Seiten, 17 x 25 cm, 160 Abbildungen, Klappen-Broschur, Text in Englisch. Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 9. 2011, ISBN: 978-3-89790-358-6, 29,80 Euro

Herausgeber

Dorothea Mink – Prof. Modedesign, experimenteller Entwurf
In Zusammenarbeit mit Tania Prill – Prof. für Typografie

Beteiligte

Studierende des Studiengangs Integriertes Design

Autoren

Pamela Church Gibson, Annette Geiger, Judith Gerdsen,
Hanna Heilmann über Vibskov & Emenius,
Iris Maria vom Hof über Oliver Sieber, Verena Kuni, Isabel Lizardi,
Thomas Oláh, Andrea Sick,
Bitten Stetter & Daniel Späti, Terre Thaemlitz, Barbara Vinken,
Harry Walter, Gundula Wolter


Out of Order – Störung als Prinzip

Performance

HfK-Circular-Line
Mode, Sound, Licht und Bewegung
im öffentlichen Raum

die Modenschau für die 2. Modetagung
der HfK Bremen

Bremen, 22.01.2010

Studierende aller Semester präsentieren in Kooperation mit der BSAG eine Performance für die Eröffnungsveranstaltung der Tagung. Ort des Geschehens: eine Straßenbahn, die als Lauf-steg dient. Im Takt von 20 Minuten werden Besucher am Haltepunkt Wilhelm Wagenfeld Haus abgeholt und mit auf die Reise durch die Bremer Innenstadt genommen. Modelle stei-gen bei eisiger Januarkälte während der Fahrt zu und wieder aus. Ein rascher Wechsel der ak-tuellen Kollektionen aus verschiedenen Semestern wird lautstark in Szene gesetzt.

Leitung

Kai Lehmann – Prof für Modellentwurf, CAD und Schnittgestaltung
Ursula Zillig – Prof. für Unikate und Programme, Modedesign


Out of Order – Störung als Prinzip

Studienprojekt

Sommersemester 2009 & Wintersemester 2009/2010

Konzeptionen für die gleichnamige Tagung,
Ausstellung und Modeperformance

Die Entwicklung von Kommunikationsideen für die Tagung „Out of Order“, die vom 22. bis 24. Januar 2010 geplant ist und Störung als Prinzip untersuchen will. Leitfragen: Was ist Störung? Wie wirkt sich Störung aus? Welches Innovationspotential steckt in Störung? Kommunikationsideen finden sich wahlweise in: Kleidern und Mode, Bildern, Plastiken, Räumen, Tönen, Geräuschen, Licht usw. Ziel: Gesucht wird ein innovatives, anwendbares Kommunikationsmodell für die Modetagung. Einsatzfelder: Corporate Design und Kommunikationsmedien (Anwendungen der Entwicklung aus dem SoSe 2009 z.B. als Programmheft), Leitsystem, Raumkonzept und Präsentation, Servicekleidung, Pressearbeit, Gästebetreuung... Workshop zur Ausstellung mit Henrik Vibskov & Andreas Emenius in der Woche vom 23. November 2009

Teilnehmer

Studierende der Diplom- und Bachelorstudiengänge Integriertes Design,
Digitale Medien und Freie Kunst

Circular Weapon – Workshop von Henrik Vibskov & Andreas Emenius

Zwei international anerkannte Künstler und Designer, vierzehn Design-Studierende der Hochschule für Künste Bremen, eine Woche Zeit. Ein interdisziplinärer Arbeitsprozess mit dem Thema „Circular Weapon“ produziert Objekte aus dem Material Holz. Die Begriffe Kreis und Waffe inspirieren eine Kette von Assoziationen, die jeder Studierende individuell interpretieren konnte. Homage an Wilhelm Wagenfeld Inszenierung des Wagenfeldraumes als Schattenspiel mit Originalen des Meisters. Die Ergebnisse wurden in der Ausstellung „Out of Order – Störung als Prinzip“ im Wilhelm Wagenfeld Haus gezeigt.

Mode und Körper in der Fotografie
Out of Order Visual Gallery

Fotografische Inszenierung von Bremer Mode und
Dokumentation der Modetagung „Out of Order“

22.01.2010–24.01.2010

Geschieht Außergewöhnliches, möchten wir davon erzählen und uns daran erinnern. Am besten geht das mit Bildern, deshalb wurde die Out of Order Visual Gallery schon während der Modetagung mit Bildern des Geschehenen gefüllt. Studierende haben während der Veranstaltung fotografiert, die Bilder umgehend ausgedruckt und in der Galerie Flut gezeigt. Gleichzeitig entstand eine virtuelle Bildergalerie auf der Internetplattform der Veranstaltung.
Mareike Foecking, Gastprof. Stilles Bild Dorothea Mink, Prof. Modedesign, experimenteller Entwurf


Out of Order – Störung als Prinzip

Ausstellung

Vibskov & Emenius: The Circular Series im Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen

Bremen, 22.01.2010–6.03.2010
Wintersemester 2009/2010

The Circular Series, Section 2, ist eine Freiluft-Installation über Einsamkeit, Gefangenschaft und Schizophrenie In Verbindung mit der Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus zeigen Vibskov & Emenius eine von der Geschichte des Gebäudes inspirierte Installation. Das Wilhelm Wagenfeld Haus wurde im Zweiten Weltkrieg als Gestapo-Haftanstalt benutzt und danach als Polizeigefängnis. Vibskov & Emenius entwerfen einen Häftling, der strikter Einsamkeit ausgesetzt ist, psy-chotische Zustände entwickelt und sich allmählich in Wahnvorstellungen verliert. Im Innen-hof nimmt dieses Konzept als Installation von elf „Traum-Blasen“ Gestalt an.
Die „Circular Series“ ist Vibskov & Emenius´ jüngste Serie von Kunstwerken. Dabei setzen sie den Kreis als ordnendes Element oder als visuelle Klammer ein. Dahinter werden die Themen Identität und Teilhabe erkennbar, also die Frage nach der Verortung von Menschen in der Welt zwischen Fantasie und ihrer eigenen Arbeit.

Kuratorinnen

Dorothea Mink, Prof. Modedesign, experimenteller Entwurf
Andrea Sick, Prof. Kultur- und Medientheorie/Geschichte